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    Auch McKinsey bestätigt: Heilbronn-Franken im deutschen Vergleich gut platziert

    Bürger wollen mehr Eigeninitiative und mehr Verantwortung übernehmen

    Nr. 36/2002 (26. November 2002) Bürger wollen mehr Eigeninitiative und mehr Verantwortung übernehmen Auch McKinsey bestätigt: Heilbronn-Franken im deutschen Vergleich gut platziert Deutschlands größte Online-Umfrage "Perspektive-Deutschland" zeigt: Die Bürger der Region Heilbronn-Franken sind leistungsbreit und wollen mehr Eigenverantwortung übernehmen. Im gesamt-deutschen Vergleich liegen die Bürger mit ihrer Zufriedenheit mit dem Leben am Wohnort im oberen Drittel. Vor allem die "weichen Standortfaktoren" werden außerordentlich positiv beurteilt. Fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind jedoch auch in der Region Heilbronn-Franken ein Erwerbshemmnis. Deutschlands größte Online-Umfrage startete jetzt in die zweite Runde. An der ersten von McKinsey, stern, T-Online und ZDF initiierten Umfrage "Perspektive-Deutschland" zur Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft in Deutschland beteiligten sich rund 170.000 Menschen - mehr als 1.600 Menschen beteiligten sich aus unserer Region. Die Ergebnisse fanden ein breites Medienecho und lieferten auch wichtige Hintergründe für die politische Diskussion im Wahljahr 2002. Seit wenigen Wochen ist die breite Bevölkerung wieder aufgerufen, ihr Online-Votum zum Standort Deutschland abzugeben. "Um eine größere Grundgesamtheit und damit auch präzisere Ergebnisse zur Ableitung von Handlungsalternativen für die Region Heilbronn-Franken zu bekommen, appelliere ich an alle, die ein Interesse an der Mitgestaltung unseres Gemeinwesens haben, an der Perspektive Deutschland teilzunehmen", so Günter Steffen, Präsident der IHK Heilbronn-Franken. Zufriedenheit mit dem Leben am Wohnort sehr hoch Befragt, ob man in dem Ort oder der Region in der man wohne, sehr gut leben kann, antworteten über 75% mit "Ja". Damit liegt die Region gut über dem Bundesdurchschnitt. Besonders wichtig sind den Bürgern der Region Standortfaktoren wie Natur, Ruhe und schöne Landschaft, ein guter Arbeitsmarkt, ein angenehmes soziales Umfeld, gut sortierte und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten sowie ein breites und qualifiziertes Schul- und Bildungsangebot. Den Bürgern in den eher ländlich strukturierten Landkreisen der Region sind im Vergleich zu den Bundeszahlen vor allem ein umfangreiches Angebot in der Kinderbetreuung sowie eine bessere Verfügbarkeit von Wohnraum wichtig. Besonders zufrieden sind die befragten Bürger in der Region dann tatsächlich mit der Arbeitsmarktsituation, den Einkaufsmöglichkeiten und dem Stadtbild in den Kommunen. Wohingegen die Lebenshaltungskosten in Vergleich zu anderen Region als hoch und das Verkehrssystem als verbesserungswürdig eingestuft wird. Gute Noten für soziales Umfeld sowie Schul- und Bildungsangebot Die Bürger der Region Heilbronn-Franken sind mit ihren sozialen Umfeld mehr als zufrieden. "Vereine sind die Keimzellen für bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement und damit auch die Basis für die Zufriedenheit mit dem sozialen Umfeld", konstatiert Steffen Schoch. Dass der Organisationsgrad in Vereinen dabei eine große Rolle spielt, zeigt die relativ höhere Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Region im Vergleich zum Bundesgebiet. In der Region Heilbronn-Franken ist ein größeres ehrenamtliches Engagement in Sport- und Musikvereinen als auch in Kirchen und Religionsgemeinschaften zu verzeichnen. Die Zufriedenheit mit dem Schul- und Bildungsangebot ist ebenfalls sehr hoch. Gut die Hälfte der an der Online-Umfrage teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger drückten hier ihre Zufriedenheit aus - bundesweit waren dies nur knapp die Hälfte. Höchst unzufrieden sind die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg aber mit den Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Gemeinsam mit dem Saarland ist Baden-Württemberg hier Schlusslicht! "Hier haben die ostdeutschen Länder und Regionen einen historischen Vorsprung", so Steffen Schoch, der darauf hinweist, dass gerade die Region Heilbronn-Franken weitere qualifizierte Arbeitskräfte bräuchte, um weiterhin Schrittmacher und Impulsgeber in Baden-Württemberg sein zu können. "Trotz gleicher Ausbildung sind Frauen deutlich weniger in gehobenen Positionen vertreten als Männer", stellt Schoch fest. Viele Investitionen in das Humankapital der Frauen seien dadurch ungenutzt. "Die Möglichkeiten der Kinderbetreuung und der schrittweise Wiedereinstieg in das Berufsleben nach einer Familienpause wird zu einem wesentlichen Standortfaktor der nächsten Jahre werden", so der WHF-Geschäftsführer. Höchste Werte für Zufriedenheit mit Freizeitwert am Wohnort in den Landkreisen Schwäbisch Hall, Hohenlohe und Main Tauber Nicht nur in der Region Heilbronn-Franken sondern in ganz Deutschland sind die Bürgerinnen und Bürger mit der Ruhe, Natur und den schönen Landschaften höchst zufrieden. "Auffällig ist jedoch die besonders hohe Zufriedenheit in den Landkreisen Schwäbisch Hall, Hohenlohe und Main Tauber. 90 Prozent zufriedene Bürger und keine Unzufriedenen in diesen genannten Landkreisen sprechen für allerhöchsten Freizeitwert", so Dr. Ekkehard Hein, Verbandsdirektor im Regionalverband Franken. Berge und Täler, Wald und Wasser sowie geringe negative Umfeldeinflüsse vermitteln dem Besucher als auch dem Bewohner immer wieder neue Eindrücke in einer gewachsenen Kulturlandschaft. Staat erfüllt seine Aufgaben aus Sicht des Regionsbürgers gut Ob die Antwort auch nach der Bundestagswahl so ausgefallen wäre ist reine Hypothese. Fakt ist, dass die Zufriedenheit der Bürger in der Region Heilbronn-Franken mit der Erfüllung der Staatsaufgaben deutlich höher ist als im landes- und bundesweiten Vergleich. Wobei dem Staat äußerst schlechte Noten bei der Zufriedenheit mit der Erfüllung der Staatsaufgabe "Altervorsorge" und "Arbeitsplatz-sicherheit" ausgestellt werden. Nur zwischen 8 und 12 Prozent sind der Meinung, dass der Staat hier auf dem richtigen Weg ist. Positive Gründerstimmung Trotz vieler Hemmnisse auf dem Weg zur Selbstständigkeit ist die Bereitschaft zur Selbständigkeit der im Mittelstand beschäftigten Befragten in der Region Heilbronn-Franken hoch. So kann sich jeder vierte vorstellen, sich Selbstständig zu machen. Nach den Möglichkeiten befragt, die an Selbstständigkeit hindern, geben 62% aller zur Selbständigkeit Bereiten rechtliche und staatliche Vorschriften an, 54% ein hohes finanzielles Risiko. Auch bei den gewünschten Voraussetzungen für Selbstständigkeit herrscht Einigkeit von bereits Selbstständigen und zur Selbstständigkeit Bereiten: erleichterte Kreditvergabe, soziale Absicherung, und stärkere finanzielle Unterstützung sind mit 44% bzw. 57% die wichtigsten Faktoren. 50% der Selbstständigen mit 5-19 Mitarbeitern wünschen sich einfacheres Einstellen und Entlassen von Personal als Voraussetzung von Selbstständigkeit. Im Durchschnitt aller Selbstständigen wünschen dies nur 35%. Leistung muss sich lohnen Die Stimmung der Bürger in der Region ist besser als erwartet. Sie lassen sich keinesfalls entmutigen, sondern wollen die Ärmel hochkrempeln mehr Eigeninitiative und Verantwortung übernehmen - wenn man sie nur ließe. 69 Prozent sprachen sich in der Region Heilbronn-Franken für mehr Selbstbestimmung und mehr Verantwortung aus. Leistung soll sich aber auch lohnen. Fast jeder Zweite will eine erfolgsabhängige Bezahlung, selbst beim Risiko von Einkommensverlusten. Dreiviertel wären auch zur Mehrarbeit bereit wenn der Nettoverdienst angepasst würde, die Tätigkeit inhaltlich interessant ist (ca. 37%), die Fragen der Kinderbetreuung geregelt wären (ca. 38%) und dadurch bessere Aufstiegschancen zu erwarten sind (30%). Resümee "Für mich lässt die Untersuchung den Schluss zu: Die Leute wollen anpacken. Die Politik sollte die Bereitschaft zu mehr Leistung und Eigenverantwortung ernst nehmen und die Rahmenbedingungen anpassen", so Helmut Himmelsbach, Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn, Vorsitzender des Regionalverbandes Franken und der Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH. "Die Stärken unserer Region sind zweifelsohne der Arbeitsmarkt, das Wohnumfeld und die soziale Sicherheit", so Himmelsbach der gerne erwähnt, dass die Stadt Heilbronn bei der Frage der Sicherheit unter 60 deutschen Großstädten auf Rang 8 liegt. Er ist davon überzeugt, dass es gelingen müsste, die Ergebnisse der Befragung nach innen zu tragen und damit die Bevölkerung der Region stärker mit einzubinden. Damit könne man auch nach draußen zeigen: Wir sind eine dynamische und zukunftssicher Region, in der es sich gut arbeiten und gut leben lässt!" Die Regionalauswertung wird im Rahmen der nächsten öffentlichen Verbandsversammlung des Regionalverbandes Franken am 29. November 2002 um 10 Uhr in der Stadthalle Tauberbischofsheim durch Verbandsdirektor Dr. Ekkehard Hein vorgestellt. Weitere Informationen und den Link zur "Perspektive-Deutschland" finden Sie im Internet unter www.heilbronn-franken.com.
     
     
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