| Die Arbeitslosenquote ist im Januar auch in der Region leicht gestiegen. Nach Angaben von Stefan Beil, Chef der Tauberbischofsheimer Arbeitsagentur, sei dies aber eine für diese Jahreszeit übliche Entwicklung. Kündigungstermine zum Jahresende und das Auslaufen vieler befristeter Arbeitsverträge hätten zusammen mit witterungsbedingten Kündigungen zum Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt, so Beil weiter. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn stieg die Quote im Januar um 0,4 Prozentpunkte auf jetzt 4,2 Prozent, wobei mehr Frauen als Männer ihren Job verloren. Auch in den Kreisen Schwäbisch Hall und Main-Tauber stieg die Quote leicht auf 3,3 beziehungsweise vier Prozent. Den kräftigsten Anstieg an Arbeitslosen verzeichnete jedoch der Hohenlohekreis. Hier stieg die Quote binnen vier Wochen um 0,7 Prozentpunkte auf aktuell 3,1 Prozent. Der Zuwachs sei jedoch zu erwarten gewesen und gefährde die positive Konjunktur nicht, hieß es übereinstimmend in der Region. Quelle SWR 4 Frankeneradio 31. Januar 2012
Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn
Mehr Arbeitslose im Januar –Quote steigt auf 4,2 Prozent
Zum Start in das neue Jahr ist die Arbeitslosigkeit im Stadt- und Landkreis Heilbronn angestiegen. Damit wirkten sich im Januar die jahreszeitlich üblichen Einflüsse aus, jedoch kaum die Witterung. Der milde Winter spielte bislang noch keine Rolle auf dem Arbeitsmarkt. Der traditionelle Kündigungstermin zum Jahresende und die Beendigung vieler befristeter Arbeitsverträge haben aber zur Zunahme der Arbeitslosigkeit geführt.
Zum Statistiktermin waren 10 230 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 949 mehr als im Dezember, aber 1 645 weniger als vor einem Jahr. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Januar 2011 um knapp 14 Prozent. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen stieg auf 4,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,9 Prozent.
„Die stabile Lage auf unserem Arbeitsmarkt zeigt sich bei der Beschäftigungsentwicklung“, sagt Martin Diepgen, Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, „Ende Juni 2011, dem aktuellen statistischen Zeitraum, gab es in unserem Bezirk rund 175 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Gegenüber dem Vorjahresquartal waren das knapp 5 800 Menschen oder 3,4 Prozent mehr. Damit haben wir einen deutlich stärken Beschäftigungsaufbau als im landesweiten Schnitt, der bei 2,5 Prozent lag.“ Im abgelaufenen Monat waren Frauen stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Männer. Im Januar waren 5 259 Frauen arbeitslos gemeldet, 390 mehr als vor vier Wochen (plus 8,0 Prozent). Bei den Männern war eine Zunahme um 559 auf 4 971 zu verzeichnen (plus 12,7 Prozent).
Entwicklung nach Rechtskreisen
In der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch (SGB) III) stieg im Berichtsmonat Januar die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Dezember um 14,4 Prozent auf jetzt 4 318 Personen an. Gegenüber dem Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit aber um 19,8 Prozent niedriger.
Bei den Personen, die Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) erhalten, ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen. 5 912 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet, 406 mehr als im Dezember aber 582 weniger als vor einem Jahr (minus 9,0 Prozent).
Jugendarbeitslosigkeit angestiegen
Auch bei den Jüngeren ist die Arbeitslosigkeit angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren hat gegenüber dem Vormonat um 125 Personen auf 783 zugenommen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit stieg von 2,2 auf 2,6 Prozent. Vor Jahresfrist lag sie noch bei 2,9 Prozent. Damals waren 865 junge Menschen arbeitslos gemeldet. Bei den arbeitslosen Frauen und Männern, die 50 Jahre und älter sind, stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Dezember um 8,2 Prozent an. Mit 3 450 Personen waren in dieser Altersgruppe 260 Personen mehr arbeitslos gemeldet. Vor einem Jahr wurden noch 3 754 Arbeitslose gezählt.
Nachfrage nach Arbeitskräften zurückgegangen
Den Arbeitsvermittlern wurden im Januar 766 neue Stellenangebote von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet. Das sind 297 weniger als noch vor einem Monat. Das vorhandene Angebot an freien Arbeitsplätzen liegt gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert bei 3 412 Stellen. Der Stellenbestand hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 20,7 Prozent erhöht.
Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim – Main-Tauber-Kreis
Winter auf dem Arbeitsmarkt - Arbeitslosenquote liegt bei 3,3 Prozent
Im Januar ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) im Vergleich zum Dezember um 808 Personen angestiegen. Zum Stichtag im Januar waren 5.420 Arbeitslose registriert (Dezember: 4612). Der Vorjahresvergleich fällt positiv aus: die Arbeitslosigkeit ging um 9,3 Prozent zurück, es sind 559 Menschen weniger arbeitslos.
Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, liegt jetzt bei 3,3 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 3,7 Prozent. Landesweit liegt Schwäbisch Hall hinter Ravensburg (2,8) und Rottweil (3,0) auf Platz 3. Der Landesdurchschnitt liegt bei 4,1 Prozent.
„Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist üblich, denn zum Einen hat der Winter den Arbeitsmarkt fest im Griff und zum Anderen ist das Jahresende ein Termin, zu dem Arbeitsverhältnisse häufig beendet werden“, erklärt Guido Rebstock, Leiter der Haller Agentur für Arbeit. Und weiter: „Für 2012 erwarte ich jedoch, dass sich die Arbeitslosenzahl auf dem Niveau von 2011 oder leicht darunter bewegen und die Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter ansteigen wird. Schwerpunktmäßig werden wir in diesem Jahr benachteiligte Personen am Arbeitsmarkt auf ihrem Weg in Arbeit und Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften unterstützen.“
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1954 Menschen haben sich im Januar neu arbeitslos gemeldet. 1157 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Arbeitgeber haben 679 Stellen im Januar gemeldet. 2537 Stellenangebote waren zum Stichtag im Bestand, das sind 194 weniger als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr ist Bestand an gemeldeten Stellen um 5,7 Prozent zurückgegangen.
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall
Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im Januar 3562 Arbeitslose gezählt. Das sind 309 Personen weniger als vor einem Jahr. 1289 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 838 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3,5 Prozent.
Arbeitgeber haben 414 Stellenangebote gemeldet. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1567.
Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis
Im Hohenlohekreis wurden im Januar 1858 Arbeitslose gezählt. Das sind 250 Menschen weniger als vor einem Jahr. 665Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 319 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3,1 Prozent.
Arbeitgeber haben 265 Stellenangebote im Januar aufgegeben. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 970.
Die Eckwerte im Rechtskreis des SGB II
Der negative Wintereinfluss auf den Arbeitsmarkt im Rechtskreis des SGB II fällt geringer aus als für den Bereich des SGB III. Im Agenturbezirk gab es im Januar 2941 Arbeitslose (SGB II), das sind 11,2 Prozent mehr als im Dezember. Zum Vergleich: im Rechtskreis des SGB III ist die Arbeitslosigkeit binnen eines Monats um 26 Prozent angestiegen. Im Vergleich zum Januar 2011 ist die Arbeitslosigkeit um 8,7 Prozent zurückgegangen.
Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Januar 1988 Arbeitslose registriert (Dezember: 1840). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1574 Arbeitslose (Dezember: 1284).
Von den 1858 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 953 Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Dezember: 802). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Januar 905 Arbeitslose registriert (Dezember: 685).
Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Hohenlohekreis und Landkreis Schwäbisch Hall
Im Januar steigen die Arbeitslosenzahlen in erwartetem Umfang an.
Im Januar ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Tauberbischofsheimer Arbeitsagentur im Vergleich zum Dezember 2012 gestiegen.5968 Menschen sind aktuell arbeitslos gemeldet, 855 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,0 Prozent (Vormonat 3,5 Prozent). Vor einem Jahr lag sie bei 4,6 Prozent.
Wie in der Tauberbischofsheimer Arbeitsagentur sind auch in den 23 anderen Agenturen in Baden- Württemberg die Arbeitslosenzahlen gestiegen. Die durchschnittliche Quote in Baden-Württemberg liegt bei 4,1 Prozent.
„Der deutliche Anstieg der Arbeitslosenzahlen am Jahresanfang hat überwiegend saisonale Gründe. Zum einen wirken sich die Kündigungen, die die Betriebe zum Jahresende ausgesprochen haben, erst im Januar aus. Zum anderen mussten sich viele Beschäftigte aus witterungsbedingten Gründen arbeitslos melden. Diese Faktoren lassen die Arbeitslosigkeit vorübergehend steigen, sind aber kein Anlass für „Krisenstimmung“. Die Betriebe signalisieren uns weiter Personalbedarf und ich erwarte, dass die Arbeitslosenzahlen im weiteren Jahresverlauf wieder sinken werden“, erläutert Stefan Beil, Leiter der Tauberbischofsheimer Arbeitsagentur.
Der Anteil der Arbeitslosen insgesamt aus dem Bereich des Arbeitslosengel-des I (Sozialgesetzbuch III - SGB III) liegt bei 47,3 Prozent (Vormonat 44,7 Prozent), aus dem Bereich der Grundsicherung bei 52,7 Prozent (Vormonat 55,3 Prozent).
Im Main-Tauber-Kreis ist die Arbeitslosenquote um 0,6 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent gestiegen. Zum Stichtag waren 2633 Menschen arbeitslos gemeldet, 392 Menschen mehr als im Dezember.
Diese verteilten sich auf die drei Geschäftsstellenbezirke im Main-Tauber-Kreis wie folgt: Hauptagentur Tauberbischofsheim 973 Arbeitslose bei einer Quote von 3,2 Prozent (Vormonat 2,8), Geschäftsstelle Bad Mergentheim 848 Arbeitslose bei einer Quote von 3,6 Prozent (Vormonat 3,0) und Geschäfts-stelle Wertheim 812 Arbeitslose, die einer Quote von 4,6 Prozent entsprechen (Vormonat 4,0).
Bewerber
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die Bewegung auf dem Arbeits-markt. 1883 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet, 1028 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Stellenangebote
Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe und Verwaltungen zeigt sich an der Entwicklung der gemeldeten Arbeitsstellen. Im Januar meldeten die Betriebe den Mitarbeitern des Arbeitgeberservices 511 neue Arbeitsstellen (298 weniger als im Dezember). 672 Angebote konnten abgeschlossen werden, dies sind 370 weniger als im Vormonat.
Die Zahl der zu besetzenden Arbeitsstellen insgesamt ist im Vergleich zum Dezember 2011 gefallen: Der Bestand an offenen Stellen lag im Januar bei 2148 (im Dezember bei 2316), davon entfielen auf den Main-Tauber-Kreis 1439 (im Dezember 1549) und auf den Neckar-Odenwald-Kreis 709 Stellen (im Dezember 767).
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