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Spedition setzt auf grüne Logistik
     
 
 

10.7.10

 

Die Firma Kübler investiert sechs Millionen Euro in eine neue Halle im Gewerbepark Hohenlohe. Das Konzept der "grünen Logistik" im Schwerverkehr soll damit gestärkt werden.

"Die Halle wird schon gewaltige Dimensionen haben", meinte Bürgermeister Markus Knobel, stellvertretender Vorsitzender des Gewerbeparks. Mit 9000 Quadratmeter Fläche und 16 Meter Höhe wird die Erweiterung der Spedition Kübler auf dem ehemaligen Areal von Wolff und Müller doppelt so groß wie das schon stehende Logistikzentrum der Firma.

Autobahnnähe

"Wir haben hier den großen Vorteil der Nähe zur Autobahn", erklärte Speditionsinhaber Heinz Rößler, warum er dort rund sechs Millionen Euro investiert, während seine Zentrale in Hall sitzt, er weitere Niederlassungen in Erlin bei Michelfeld im Landkreis Hall, in Siegen und mehrere Schwergutterminals an Binnenschifffahrtshäfen betreibt. Am Fuß Waldenburgs soll außerdem ein 50-Tonnen-Kran in der Halle installiert werden. Rößler will damit sein Konzept der "grünen Logistik" insbesondere im Schwerverkehr stärken. 2000 Tonnen Kohlendioxid will die Spedition pro Jahr einsparen: Konkret bedeutet dies für die neue Halle, dass sie über Photovoltaik, Geothermie, eventuell Biogaskessel und eine Fußbodenheizung verfügen wird.

Er will damit der heimischen Industrie unter die Arme greifen. "Die muss nämlich, wenn sie ein neues Produkt auf den Markt bringt, zeigen, dass sie damit nicht mehr CO2 verbraucht als beim Vorgänger", erklärt der Fachmann. Und Kübler will seinen Teil bei der Logistik beitragen, weil viel schwere Fracht auf Binnenschiffe verlagert wird. "Die brauchen gerade zehn Prozent des Treibstoffs, die mein größter Laster braucht, wenn er ordentlich ziehen muss. Für einen Lkw wäre das ein Spritverbrauch von 300 Liter auf 100 Kilometer."

Küblers Spedition will Kunden auch anderweitig unterstützen, bietet Outsourcing für die Versandabwicklung und ähnliche Modelle an. Kübler könnte sich auch vorstellen, noch mehr im Gewerbepark zu tun: "Dafür bräuchte man aber auch mehr Fläche."
"An dieser Stelle gibt"s die nicht mehr, dafür vielleicht woanders in der Nähe", versuchte Knobel ein Angebot zu machen. Er freute sich über das Engagement der Spedition − gerade auf diesem Gelände: "Das war ein Sorgenkind und kein schöner Anblick."

Verwirrungen

Gotthard Wirth, Dezernatsleiter im Landratsamt, sagte Unterstützung zu. "Es gab Verwirrungen, einen Planerwechsel und die Verhältnisse mit dem Untergrund sind nicht einfach", versuchte er Verzögerungen für die Baufreigabe zu erklären. "Wir haben reges Interesse daran, dass es hier schnell weitergeht", verdeutlichte er. Das will auch Rößler: Ab September soll die Halle genutzt werden.

Hintergrund: Spedition Kübler

1930 von Karl Kübler gegründet, hat die Spedition 1968 mit Spezialtransporten begonnen. In den letzten Jahren wurde sie bekannt für spektakuläre Aufträge wie Transporte der Concorde, eines Jumbo-Jets und des russischen Raumschiffs Buran für das Sinsheimer Auto- und Technikmuseum. Auch Schwergüter nach Übersee, wie derzeit schwere Lokomotiven für die USA, werden von den Herstellern an die Häfen transportiert. Derzeit hat die Firma 92 Mitarbeiter und 30 Fahrzeuge. Über den Umsatz schweigt sich Rößler aus. „Wir haben in den letzten Jahren stetig zugelegt und planen das auch für dieses Jahr“, sagt er.

Quelle Heilbronner Stimme vom 6. Juli 2010 von Oliver Färber www.stimme.de

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