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Marbach bleibt in der Krise stabil
     
 
 

9.3.10

 

Der Heilbronner Weltmarktführer in der Stanzformtechnik lud zu einer Veranstaltung rund um das Thema ökologische Nachhaltigkeit ein.

Nicht nur im Heilbronner Werk setzt die Marbach-Gruppe ab sofort verstärkt auf ökologische Produkte. Die Marbach-Gruppe ist mit ca. 1.100 Mitarbeitern führender Werkzeughersteller für die Verpackungsmittelindustrie.

Grün ist die Hoffnung. Bei der Firma Marbach ist das mehr als nur ein Spruch. Der Stanzformspezialist aus Heilbronn setzt auf die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit, um wirtschaftlich nach vorne zu kommen. Eine neue − grüne − Produktlinie soll Wachstum bringen. "Wir setzen auf Expansion", sagt Franz Strack, Geschäftsführer der Marbach-Gruppe.
Leichte Rückgänge
Freilich: Auch die Heilbronner Traditionsfirma hat die Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Das Familienunternehmen hat laut Management im abgelaufenen Geschäftsjahr einen "leichten Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich" hinnehmen müssen. Im Segment Investitionsgüter, dazu gehören Maschinen und Abpackanlagen für die Verpackungsindustrie, brachen die Erlöse 2009 sogar um knapp 30 Prozent ein. Aktuell sind rund 80 der insgesamt 520 Mitarbeiter in der Firmenzentrale in Heilbronn in Kurzarbeit. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass sich am jetzigen Niveau zunächst nicht so viel ändern wird", sagt Strack. "Der Markt ist nicht ganz einfach."
Intensive Forschung
Die Marbach-Gruppe ist trotz schwieriger konjunktureller Lage jedoch nicht untätig geblieben. Nach einem Jahr Entwicklungszeit hat das Unternehmen jetzt die sogenannte Greenplate zur Serienreife gebracht. Hierbei handelt es sich um eine ökologisch-nachhaltige Trägerplatte für Stanzwerkzeuge. Firmenangaben zufolge müssen für das Produkt zwei Drittel weniger Bäume gefällt werden als bei herkömmlichen Platten.
Die Greenplate soll dabei nur den Anfang einer Palette umweltschonender Produkte markieren, die unter dem Namen Marbagreen vertrieben werden soll. Die Firma verspricht sich viel von der neuen Linie. Schließlich belegen diverse Studien, dass die Konsumgüterindustrie verstärkt auf umweltschonende Verpackungen setzt, da dies die Kunden verlangen. Und Marbach liefert Stanzwerkzeuge für die Verpackungen vieler namhafter Verbraucherprodukte. Zudem, so Geschäftsführer Strack, könne man sich mit der Greenplate auch ein Stück weit von den Schwankungen bei den Holzpreisen loseisen.
Neben der neu entdeckten Ökologie setzt Marbach für die Zukunft zudem verstärkt auf das Auslandsgeschäft. Bereits jetzt liegt der Exportanteil bei rund 40 Prozent, mit Tendenz nach oben. 2009 hat die Firma in neue Gebäude in Werken in Polen und Tschechien investiert. In beiden Märkten hat die Gruppe zuletzt auch deutlich zugelegt.
Zukunft im Osten
Für 2010 plant Strack, Osteuropa noch besser zu erschließen. Er versichert, dass dabei keine Arbeitsplätze in Heilbronn wegfallen sollen. Konzernweit ist die Beschäftigtenzahl in den vergangenen zwölf Monaten um 80 auf 1100 Mitarbeiter gestiegen. "Wir sind auf einem guten Weg", so Strack. "Bislang haben wir die Krise relativ gut überstanden. Ich hoffe, dass uns das auch weiterhin gelingt."
Zum Unternehmen

Die Firma Marbach wird 1923 von Karl Marbach gegründet. Zunächst fertigt das Unternehmen Schmiedemesser für die Schuhindustrie an. Seit 1960 produziert Marbach Stanzwerkzeuge. 1984 beginnt das Unternehmen, ins Ausland zu expandieren. 2005 wird zu Ehren des Firmengründers eine Straße in Heilbronn Karl-Marbach-Straße getauft. Die Produkte der Firma werden verwendet, um Verpackungen auszustanzen. Das Unternehmen wird in der dritten Generation von der Familie Marbach geführt.

Quelle Heilbronner Stimme vom 9. März 2010 von Werner Tewes www.stimme.de
Foto Quelle Marbach

 

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