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Ein Platz an der Sonne
     
 
 

13.1.09

 

Drei große Solarparks haben zwei Firmen aus der Region vergangenes Jahr in Spanien hochgezogen und an Investoren verkauft: Über ihre gemeinsame Firma Deutsche Solargesellschaft GmbH haben der Heilbronner Immobilienentwickler Kruck + Partner und die Neckarsulmer Kaco Gerätetechnik GmbH 57 Millionen Euro in die drei Photovoltaikanlagen investiert.

Joachim Kruck ist stolz darauf, dass 90 Prozent der Mittel in die deutsche Solarbranche flossen: Kaco Gerätetechnik lieferte die Wechselrichter, der Berliner Modulhersteller Solon die Photovoltaik-Elemente und die Würzburger Gildemeister-Tochter A+F die nachführbaren Träger für die Solarzellen. Auch die Elektroinstallation der Photovoltaik-Kraftwerke hat die Solargesellschaft an ein deutsches Unternehmen vergeben.

Geschlossener Fonds

Für die kaufmännische Seite der Projekte und die Projektsteuerung zeichnet Kruck verantwortlich. Den Vertrieb hat die Solargesellschaft an einen Spezialanbieter vergeben - der allerdings gar nicht groß die Werbetrommel rühren musste, um die Anteile an dem geschlossenen Fonds zu verkaufen.

Für den ersten Park in Alcolea, etwa 200 Kilometer südlich von Madrid gelegen, suchten Kruck und Kaco-Chef Ralf Hofmann unter ihren Geschäftspartnern nach Investoren - und wurden schnell fündig. Nach vier Wochen war das Kapital für die Anlage mit einer Spitzenleistung von zwei Megawatt zusammen. Seit April 2008 ist der Solarpark am Netz angeschlossen und versorgt etwa 4000 Menschen mit Sonnenstrom.

Etwa 80 Kilometer westlich der Stadt Murcia haben die Geschäftspartner den Solarpark Calasparra errichtet, der auf eine Leistung von 1,59 Megawatt kommt. Die Anlage besteht aus 15 Nachführsystemen, die jeweils eine Leistung von 106 Kilowatt bringen können. Kruck zitiert unabhängige Ertragsprognosen, die dort von einem Jahresertrag von 1900 Kilowattstunden je installiertem Kilowatt Leistung ausgehen. Das entspricht der Stromversorgung von 3000 Personen jährlich. Das Kapital für diesen Solarpark war in drei Wochen eingesammelt.

Hohe Vergütung

Den dritten Solarpark hat die Deutsche Solargesellschaft in Tordesillas erstellt. Mit einer Peak-Leistung von drei Megawatt ist er der größte: Bis zu 6000 Menschen kann diese Anlage versorgen. Auch dieser Park ist noch im vergangenen Jahr ans Netz gegangen - was die alte Einspeisevergütung von 45,5 Cent pro Kilowattstunde und damit hohe Renditen für die Investoren sichert. Dieses Projekt ist aktuell in der Vermarktung.

Zum neuen Jahr ist die Einspeisevergütung auf 32 Cent pro Kilowattstunde abgesenkt worden. Jetzt muss Joachim Kruck zwar schärfer kalkulieren - dennoch will er mit seiner Solargesellschaft weiterhin Photovoltaik-Parks in Spanien realisieren. „Wir setzen auf Made in Germany“, sagt Joachim Kruck. Das nächste Projekt ist bereits in Planung.

Quelle Heilbronner Stimme vom 13. Januar 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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