Die Arbeitslosenzahlen sind im Dezember im Vergleich zum Vorjahr gesunken, gegenüber dem Vormonat aber gestiegen. Dies sei typisch für das Jahresende, da viele Arbeitsverhältnisse beendet würden, heißt in einer Mitteilung der Agentur für Arbeit Main-Tauber-Kreis. Die Arbeitslosenquote im Hohenlohekreis mit 3,6 Prozent ist im Vergleich zum Landesdurchschnitt von 4,1 Prozent in der Region am niedrigsten. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn liegt die Quote deutlich darüber, aber noch unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich mit 2007 waren in der Region im vergangenen Jahr deutlich weniger Menschen arbeitslos. Landesweit waren im Dezember rund 230.000 Arbeitslose gemeldet, bundesweit rund 3,1 Millionen. (Quelle SWR 4, 7. Januar 2009)
Agentur für Arbeit Heilbronn –
Stadt- und Landkreis Heilbronn
Arbeitslosenquote steigt auf 4,6 Prozent
„Im Stadt- und Landkreis Heilbronn ist die Arbeitslosigkeit im Dezember weiter gestiegen. Die Arbeitslosenquote – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – stieg von 4,2 Prozent im November auf jetzt 4,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 4,8 Prozent gelegen. Die Arbeitslosigkeit insgesamt ist im Dezember 2008 um 818 auf 10.849 gestiegen. Im Vergleich zum Dezember 2007 gab es jedoch 396 Arbeitslose weniger. Für den Arbeitsmarkt war das Jahr 2008 insgesamt ein gutes Jahr. Der Stand der Arbeitslosigkeit war im Agenturbezirk Heilbronn der niedrigste seit 17 Jahren. Im 4. Quartal haben sich allerdings erste Spuren der Finanz- und Wirtschaftskrise auf dem Arbeitsmarkt gezeigt. Viele Unternehmen haben sich in Sachen Kurzarbeitergeld beraten lassen. Sie wollen ihre Belegschaften halten. Die Nachfrage nach Fachkräften hält an, die nach Ungelernten geht deutlich zurück“, so Martin Diepgen, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Heilbronn, zum Geschehen im Heilbronner Agenturbezirk.
Im Jahr 2008 waren bei der Arbeitsagentur Heilbronn im Durchschnitt 10.509 Personen arbeitslos gemeldet, im Jahr 2007 waren es noch 12.539. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag im Jahr 2008 bei 4,4 Prozent, im Jahr 2007 bei 5,3 Prozent.
Im Laufe des Monats Dezember haben sich 3.339 Männer und Frauen neu oder erneut arbeitslos gemeldet. Das waren 389 mehr als im November 2008 und 607 oder 22,2 Prozent mehr als im Dezember 2007.
Aus einer Erwerbstätigkeit heraus sind im Dezember 1.602 Menschen arbeitslos geworden, aus einer Ausbildung oder Qualifizierung 648 Menschen und aus Nichterwerbstätigkeit 913 Menschen.
Im gleichen Zeitraum konnten 2.522 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das waren 235 oder rund 9 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Davon haben 722 Menschen eine Erwerbstätigkeit aufgenommen und 441 Personen machen eine Ausbildung oder eine Qualifizierung.
Angebot an offenen Stellen ist im Dezember außer bei Technischen Berufen gesunken
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist insgesamt mit Blick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise verhalten. Die Agentur zählte 770 Aufträge im Dezember, 40 weniger als im November und gut ein Fünftel weniger als vor einem Jahr.
Allerdings konnten 177 Arbeitslose aus Technischen Berufen zwischen 338 offenen Stellen auswählen. Zu den Technischen Berufen gehören Ingenieure, Chemiker, Physiker, Mathematiker, Techniker und Technische Sonderkräfte. Die Zahl solcher Stellenangebote stieg im Dezember im Vergleich zum letzen Jahr um 56 Stellen oder 20 Prozent.
Dagegen sank die Zahl der Stellenangebote im Dezember im Vergleich zu Dezember 2007 bei den Fertigungsberufen ohne Bau um 538 Stellen oder um 25 Prozent, bei den Waren- und Dienstleistungsberufen um 84 Stellen oder um 25 Prozent.
Im Dezember waren 3.683 Stellen offen, das sind 441 weniger als im November und 576 weniger als im Dezember 2007. Seit Jahresbeginn waren insgesamt 12.950 Stellen eingegangen, gegenüber dem Jahr 2007 ist das ein Zuwachs von 425 oder 3,4 Prozent. Im Dezember wurden 1.202 Stellen abgemeldet, 209 oder 21 Prozent mehr als im Dezember 2007.
Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim –
Main-Tauber-Kreis
Arbeitslosenquote steigt im Dezember auf 4,2 Prozent
Anstieg der Arbeitslosenzahlen am Ende des Jahres üblich, konjunkturelle Einflüsse machen sich zusätzlich bemerkbar
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2008 um 461 auf 6.249 an.
Der erwartete Anstieg der Arbeitslosenzahl ist auf einen saisonalen Zyklus zurückzuführen und am Jahresende durchaus üblich. Arbeitsverhältnisse- befristete als auch unbefristete- werden zum Jahreswechsel beendet. Auch witterungsbedingt erfolgen Kündigungen.
Aber auch konjunkturelle Einflüsse machen sich im Agenturbezirk bereits bemerkbar. „ Die konjunkturelle Situation wird 2009 sicherlich weitere Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Tauberbischofsheim haben“, so der Agenturleiter Stefan Beil. „Wir werden jedoch mit den uns zur Verfügung stehenden Instrumenten und Fördermöglichkeiten nicht nur reagieren, sondern auch agieren, wie z.B. mit der Qualifizierung von Beschäftigten oder der verlängerten Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld“.
Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte und liegt jetzt bei 4,2 Prozent- wie auch im Dezember 2007.
Die Arbeitslosenquote in Agenturbezirk liegt in diesem Monat knapp über dem Landesdurchschnitt von Baden-Württemberg mit 4,1 Prozent.
Kreise
Im Main-Tauber-Kreis lag die Quote bei 4,0 Prozent. Somit waren 2.875 Menschen in der Hauptagentur Tauberbischofsheim und den Geschäftsstellen Bad Mergentheim und Wertheim ohne Arbeit.
Die niedrigste Quote verzeichnete die Hauptagentur Tauberbischofsheim mit 3,5 Prozent. Auch im Neckar-Odenwald-Kreis stieg die Quote um 0,3 Prozentpunkte und liegt nun bei 4,4 Prozent. In diesem Landkreis waren damit 3.374 Männer und Frauen ohne Beschäftigung.
Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich an den Zu- und Abgangszahlen sowohl auf Bewerber- als auch auf der Stellenseite:
Der Bestand an ungeförderten offenen Stellen - also Stellen ohne staatliche Subventionierung - lag im Dezember bei 1.454.
Auf den Main-Tauber-Kreis entfielen 894 Stellen und auf den Neckar-Odenwald-Kreis 560.
Zum Jahresende ein statistischer Rückblick und weitere Zahlen im Vergleich: Im Jahr 2008 waren im Durchschnitt 6.090 Menschen im Monat arbeitslos gemeldet.
Im Vorjahr waren es 7.164 und 2006 waren es noch durchschnittlich 9.048 Menschen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag 2008 bei 4,1 Prozent, im Jahr 2007 bei 4,9 Prozent und 2006 bei 6,2 Prozent.
Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall –
Hohenlohekreis und Landkreis Schwäbisch Hall
Mehr Arbeitslose - weniger Stellenangebote
Arbeitslosenquote steigt auf 3,6 Prozent
Im Dezember ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) im Vergleich zum November weiter angestiegen. Im Jahresvergleich mit dem Dezember 2007 sind 1057 Menschen – also gute 22 Prozent - mehr arbeitslos. Zum Stichtag im Dezember 2008 waren 5779 Arbeitslose registriert.
Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, ist innerhalb eines Monats um 0,2 auf 3,6 Prozent angestiegen. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 3,0 Prozent. Landesweit liegt Schwäbisch Hall zusammen mit Göppingen, Ludwigsburg, Reutlingen und Ulm hinter Ravensburg (3,0) und Rottweil (3,5) auf Platz 3 und unter dem Landesdurchschnitt von 4,1.
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1868 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet und 1429 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Die Arbeitskräftenachfrage ist im Vergleich zum November zurückgegangen. 3519 Stellenangebote sind zum Stichtag im Dezember im Bestand und in diesem Monat haben Arbeitgeber 705 Stellenangebote aufgegeben.
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall
Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im Dezember 3669 Arbeitslose gezählt. Das sind 21,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1269 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 991 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3,7 Prozent.
Arbeitgeber haben 527 Stellen im Dezember gemeldet. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2727.
Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis
Im Landkreis Hohenlohe wurden im Dezember 2110 Arbeitslose gezählt. Das sind 401 Menschen mehr als vor einem Jahr. 599 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 438 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3,6 Prozent und ist damit innerhalb eines Monats um 0,3 Prozentpunkte gestiegen.
Arbeitgeber haben 178 Stellenangebote im Dezember aufgegeben. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 792.
Die Hartz IV Eckwerte
Seit Einführung des SGB II im Januar 2005 werden nicht mehr alle Arbeitslose von den Arbeitsagenturen betreut. Die Arbeitsagenturen und Landkreise haben so genannte ARGEn gegründet. Die ARGEn betreuen Arbeitslose, die Arbeitslosengeld II beziehen. Arbeitslosengeld II ist die Geldleistung, die die Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe seit Januar 2005 ersetzt.
Bei der ARGE SoziAl im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag 1881 Arbeits-lose registriert. Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1788 Arbeitslose.
Von den 2110 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 1030 von der ARGE im Hohenlohekreis betreut. Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Dezember 1080 Arbeitslose registriert.
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