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Schneider-Armaturen expandiert

     
 
 

3.7.08

 

Sogar Waschmaschinen hat die Nordheimer Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH schon einmal gebaut und die originalen Nieren für die ersten BMW-Modelle: Die Geschichte des im Jahr 1875 gegründeten Unternehmens ist vielfältig. Die Zukunft ist auf Wachstum ausgerichtet, davon zeugt der zweite Standort in Nordheim, der jetzt in Betrieb gegangen ist. Im April sind die 65 Mitarbeiter, die zurzeit in dem neuen Werk beschäftigt sind, an ihre neuen Arbeitsplätze umgezogen.

AS Schneider hat das Gebäude eines Pleite gegangenen Fensterladenbauers übernommen: Im Werk 2 zwei werden jetzt die Industrie-Armaturen montiert, mit denen das Unternehmen im vergangenen Jahr drei Viertel des Umsatzes von 41,1 Millionen Euro erwirtschaftet hat.

„Der Umsatz wurde in den letzten vier Jahren fast verdoppelt“, sagt Geschäftsführer Frank Zimmermann. 70 neue Arbeitsplätze habe das Unternehmen in diesem Zeitraum geschaffen. Zimmermann hat sein Amt allerdings erst seit diesem Januar inne. Vorgänger Rolf Busch ist im März altershalber ausgeschieden.

Auch künftig stehen die Zeichen auf Wachstum – vor allem im Export, sagt der neue Chef: Industriearmaturen aus Nordheim werden oft in Chemieanlagen und Raffinerien eingesetzt. „Indien wächst, China wächst und in Osteuropa gibt es einen enormen Nachholbedarf“, sagt Zimmermann. „Für uns sind die hohen Energiepreise vorteilhaft: Da lohnt es sich für die Kunden schneller, effizienter zu arbeiten.“

Die Armaturen für die dazu benötigte Messtechnik liefern die Nordheimer gerne. Die Auftragseingänge liegen zweistellig über dem Vorjahr – Tendenz steigend. Und der Preisdruck sei in diesem Bereich nicht so extrem, sagt Zimmermann.

Im zweiten Geschäftsbereich beliefert das Unternehmen Kunden aus der Automobilindustrie mit Stanz- und Tiefziehzeilen – Hauptkunde ist hier Porsche.

Das Werk in Rumänien, das 2004 gegründet wurde und derzeit gut 30 Mitarbeiter beschäftigt, sieht Zimmermann nicht als verlängerte Werkbank, sondern als eigenständige Einheit: Von dort aus will er den osteuropäischen Markt und den Mittleren Osten erobern.

Info Am Samstag, 5. Juli, veranstaltet die Armaturenfabrik Schneider von 10 bis 16 Uhr einen Tag der offenen Tür. Dabei kann sowohl das neue Werk 2 im Schelmental als auch das Werk 1 beim Bahnhof besichtigt werden.

Quelle Heilbronner Stimme vom 2. Juli 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de

Weitere Informationen zu Schneider Armaturen

http://www.as-schneider.com/

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