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Ungebremste Nachfrage

     
 
 

23.6.08

 

Der Eppinger Pressenbauer Dieffenbacher bleibt weiter auf Wachstumskurs. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen die Gesamtleistung in der Gruppe um zehn Prozent von 262 auf 292 Millionen Euro gesteigert. Im laufenden Jahr soll der Umsatz auf 330 Millionen Euro ansteigen – Aufträge dazu sind mehr als genug im Haus: Die Lieferzeiten betragen, so Geschäftsführer Wolf-Gerd Dieffenbacher, inzwischen 16 bis 18 Monate. Entsprechend ist die Produktion der Firmengruppe schon jetzt bis ins dritte Quartal des kommenden Jahres ausgelastet. Auch für das übernächste Geschäftsjahr rechnet der Chef mit einem Umsatzplus und einer guten Ergebnislage.

Investitionen Auf das Wachstum reagiert das Unternehmen mit einem Investitionsprogramm von 25 Millionen Euro – etwa 14 Millionen geben die Eppinger für den Ausbau ihres Stammwerks aus, wo seit Anfang 2007 etwa 50 neue Arbeitsplätze entstanden sind. „In einer Zeit, in der die Ergebnisse gut sind, sind wir aufgefordert, etwas für die Zukunft zu tun“, sagt der Chef des Familienunternehmens, das im Jahr 2006 vor Steuern knapp elf Millionen Euro verdient hat. Dieffenbacher betont zugleich, dass die Gewinne größtenteils im Unternehmen verbleiben. Das Eigenkapital habe sich seit dem Jahr 1995 mehr als verzehnfacht und beträgt nun 54 Millionen Euro. „Eine Eigenkapitalquote von über 30 Prozent ist ein Garant für Kunden und Mitarbeiter.“

Wachstumstreiber ist und bleibt der Geschäftsbereich Holzplattenanlagen, der im vergangenen Jahr etwa 250 Millionen Euro Umsatz gebracht hat – die Umformtechnik, in der Pressen für die Automobil- und Zuliefererindustrie produziert werden, erwirtschaftete weniger als ein Viertel des Umsatzes. Für die Umformtechnik planen die Eppinger im laufenden Jahr einen konstanten Umsatz von 50 Millionen Euro, während die Holz-Sparte das Plus von rund 30 Millionen auf 280 Millionen Euro zur Gesamtleistung der Gruppe beitragen soll.

Gute Aussichten Ein Einbruch der Nachfrage im Holzbereich, der in der Brache schon seit geraumer Zeit erwartet wird, sei derzeit nicht in Sicht. Wie im vergangenen Jahr rechnen die Eppinger hier auch 2008 mit einem Auftragseingang in der Größenordung von 445 Millionen Euro. „Die Entwicklung in China kann aber nicht so weitergehen wie in den vergangenen drei bis vier Jahren.“ Allerdings geht Dieffenbacher davon aus, dass der US-Markt, der mit der dortigen Immobilienkrise eingebrochen ist, irgendwann wiederkommt. Aufträge aus Osteuropa hätten dieses Minus ausgeglichen – momentan verteilten sich die Auftragseingänge gleichmäßig auf Amerika, Europa und Asien.

Mit Investitionen in Kanada und in China soll die Internationalisierung des Unternehmens weiter vorangetrieben werden. Mit der Ausweitung der Auslandskapazitäten reagiert die Firma auch darauf, dass nicht nur die eigene Fertigung ausgelastet sei. „Das ist auch bei allen Firmen der Fall, die jemals an uns geliefert haben“, sagt Geschäftsführer Werner Hoffmann.

Besser als gedacht laufe die Integration zweier Standorte in Skandinavien, die Dieffenbacher zu Jahresbeginn übernommen hat, sagt der Geschäftsführer. Etwa 100 Mitarbeiter, viele davon Ingenieure, habe das Eppinger Unternehmen für sich gewinnen können.

Quelle Heilbronner Stimme vom 21. Juni 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de

Weitere Informationen zu Dieffenbacher

www.dieffenbacher.de

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