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Noch größer, noch aufregender – noch teurer: Die Lern- und Erlebniswelt Experimenta im Heilbronner Hagenbucher startet durch.
Mindestens 29 Millionen Euro wird das Science Center kosten – „Eine Dimension, die wir uns nie hätten leisten können“, gibt OB Helmut Himmelsbach unumwunden zu.
Erstes Science Center
Als die Stadt Heilbronn im Herbst 2006 erstmals die Idee präsentierte, den Hagenbucher zur Pilgerstätte für wissbegierige Kinder und neugierige Erwachsene umzubauen, da rechnete das Rathaus noch mit spitzer Feder: Zwölf Millionen Euro für den Bau und die Ausstattung, gerade mal 5,5 Mitarbeiterstellen für „Süddeutschlands erstes Science Center“. Heute sagt Bürgermeister Harry Mergel: „Wir bekommen ein Science Center als attraktivsten außerschulischen Lernort in Deutschland.“
In den 19 Monaten dazwischen ist viel passiert. Nur Positives – weshalb es dem Gemeinderat in seiner Sitzung in dieser Woche auch leicht fiel, trotz der enorm gestiegenen Kosten ja zu sagen zu den Ausschreibungen der Bau-Gewerke. Denn die eigenen Finanzmittel, die die Stadt aufbringen muss, halten sich mit etwa sieben Millionen Euro in Grenzen. Für 3,6 Millionen Euro liegen Zusagen von Firmen vor, fast drei Millionen Euro kommen vom Land als Zuschuss.
Für die völlig neue Dimension aber steht die Dieter-Schwarz-Stiftung gerade: Auch die 13 Millionen Euro, die Klaus Czernuska im Gespräch mit der Heilbronner Stimme als derzeitige Richtmarke als einmalige Kosten für Ausstattung und Ausstellungskonzept nennt, werden noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Der frühere Landrat ist zweiter Geschäftsführer der Dieter-Schwarz-Stiftung und für das Engagement des Heilbronner Ehrenbürgers bei der Experimenta zuständig.
Inzwischen sind fünf Labore hinzugekommen, in denen sich Vorschulkinder, ältere Schüler sowie kleine Genies vom Schlage „Jugend forscht“ austoben können. Inzwischen sind Agenturen und Spezialfirmen damit beschäftigt, Konzept und Exponate der fünf Ausstellungsebenen professionell auszugestalten und Unikate nur für Heilbronn herzustellen. Inzwischen steht fest, dass Besucher in einer Talentschmiede ihre Stärken herausfinden können – „das ist einmalig in einer Einrichtung dieser Art“, weiß Dr. Wolfgang Hansch, der technische Geschäftsführer.
Auf Dauer finanziert
Klaus Czernuska listet auf, was die Stiftung noch alles bezahlt: die Werbekampagne, die Gastronomie, die nach einer Ausschreibung an den Heilbronner Thomas Aurich geht, von dessen Ideen man „hell begeistert ist“. Außerdem ein Lichtkonzept und die Außenanlage. Dieter Schwarz hat zudem zugesichert, dass die Experimenta-Betriebskosten auf Dauer über seine Stiftung finanziert sind.
Quelle Heilbronner Stimme vom 2. Mai 2008 von Iris Baars-Werner www.stimme.de
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