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Wenn am 9. Oktober 2009 in der Heilbronner Harmonie die Deutsche Weinkönigin gekrönt wird, dann wiederholt sich etwas, was so lange zurückliegt, dass man schon fast nicht mehr von wiederholen sprechen kann: 1954 war es, als sich zum bisher einzigen Mal in der 60-jährigen Geschichte dieser Wahl in Heilbronn entschied, welche junge Frau die Botschaft des Deutschen Weines in die Welt tragen soll. In der Regel wird die Weinhoheit, mit gelegentlichen Ausnahmen, in Neustadt an der Weinstraße gekürt.
In den Genuss einer solchen Ausnahme kommt nun Heilbronn – dank hartnäckiger Bewerbungsbemühungen von Heilbronn-Marketing-Chef Bernhard Winkler. „Es wäre zwar übertrieben, wenn ich sagen würde, dass wir 54 Jahre auf dieses Ereignis gewartet haben“, spielte Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach bei der Bekanntgabe der Neuigkeit gestern in der Wein Villa auf den bemerkenswerten Zeitraum an. Nicht ohne mit der Wahl des Wahlorts eine hehre Hoffnung zu verknüpfen: „Da von seither 59 Weinköniginnen nur drei aus Württemberg stammen, könnte es ja sein, dass die 61. Weinkönigin wieder eine Württembergerin wird...“
Thronfolge-Hoffnung
Eine der 13 Kandidatinnen jedenfalls wird im Oktober 2009 jene junge Frau sein, die sich am 7. November 2008 bei der Wahl zur Württembergischen Weinkönigin durchsetzt. Sollte am Ende in Heilbronn eine Weinkennerin aus der Region die Thronfolge antreten, so wäre sie die vierte in diesem hohen Amt nach Friedlinde Gurr (1976/77, Untergruppenbach), Carola Geiger (1983/84, Weinsberg-Grantschen) und Helga Drauz (1986/87, Heilbronn).
Dass die Weinköniginnenwahlen von heute nicht mehr viel mit jenen der 1950er Jahre zu tun haben, machte Monika Reule deutlich. „In den Anfängen galt: Einen Spruch aufsagen, und das war es“, so die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts. „Heute ist es eine harte Konkurrenz kompetenter Fachfrauen, die in ihrem Amtsjahr 250 Termine im In- und Ausland bestreiten.“ Ein 80-köpfiges Gremium wird die Kenntnisse der Kandidatinnen in der Heilbronner Harmonie bereits eine Woche vor der Wahl überprüfen, im Finale am 9. Oktober 2009 stehen dann noch sechs Frauen.
Für den Südwestrundfunk ist die Begleitung der Wahl eine „Herzensangelegenheit“, wie Günther Dudek vom SWR-Fernsehen Mainz betont. Auf 12,4 Prozent Einschaltquote kam die Wahl 2007; auch nach Heilbronn werden wohl 2009 deutschlandweit mehrere Millionen Zuschauer blicken.
Das freut Weinbaupräsident Hermann Hohl: „Eine Referenz an das Anbaugebiet Württemberg.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 25. April 2008 von Franziska Feinäugle www.stimme.de
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