Momentan haben die Bauarbeiter das Sagen: Der Arbeiter Samariter Bund (ASB) zieht neben der IHK Heilbronn-Franken sein neues Gebäude hoch, die Firma KWP aus Talheim lässt ihren neuen Sitz neben dem Arbeitgeberverband errichten. Auch ein Winkel, der zumindest anfangs zur Vermarktungsfläche gehörte, wird nun bebaut: Die ehemalige Tankstelle an der Stuttgarter Straße wird zu einem Autohaus.
Es tut sich was auf dem Schwabenhof – und entsprechend zufrieden sind der städtische Wirtschaftsförderer Bernd Billek sowie Harald Essig vom Liegenschaftsamt. Einige erfolgversprechende Verhandlungen laufen derzeit, lassen sie durchblicken – „vielleicht können wir schon in einem halben Jahr Konkretes melden.“ Doch bis dahin lassen sich die Zuständigen im Rathaus nicht in ihre Karten blicken. Auch nicht darüber, ob die Heilbronn Business School tatsächlich auf ein großes, freies Grundstück des Geländes umsiedeln möchte (wir berichteten). Nur so viel stellt Essig klar: „Wir haben das fragliche Grundstück noch nicht verkauft.“
Mittlerweile ist eine wichtige Marke geknackt: Mehr als die Hälfte des 17,1 Hektar großen Geländes hat die Stadt an Interessenten veräußern können. 9,6 Hektar wurden verkauft, 7,5 Hektar sind noch zu haben, berichtet Essig. „Damit sind wir hochzufrieden“, sagt er. „Wir an unserem Konzept fest, nur hochwertige Dienstleister hier anzusiedeln.“
Interessant für Freiberufler „Wir lehnen auch Anfragen ab“, ergänzt Billek. So bildet sich allmählich ein Schwerpunkt im Bereich Bildung und Personalwirtschaft heraus, etwa mit der Akademie für Information und Management Heilbronn-Franken (AIM) und dem IHK-Zentrum für Weiterbildung. „Das Areal ist sehr interessant für Freiberufler geworden.“
„Wir hätten die Fläche schon mehrfach an großflächigen Einzelhandel verkaufen können“, sagt Essig. Aber es lohne sich rückblickend, nur bestimmte Nutzungen zuzulassen. „Das ist Stadtentwicklung – man muss sich überlegen, in welche Richtung es gehen soll.“
Mit welchen neuen Interessenten verhandelt die Verwaltung, um welche Grundstücke geht es? Da schweigen die Zuständigen. Sie deuten nur an, dass große Flächen bei Bedarf und genügend Nachfrage auch in kleinere aufgeteilt werden könnten, die dann mit einer Stichstraße zu erschließen wären. Dass dies nicht gleich zu Vermarktungsbeginn geschehen sei, sei ein Vorteil. Billek: „So bleiben wir flexibel und können Angebote für verschieden große Interessenten machen.“ Die Spatenstiche vom vergangenen Jahr, da sind sich Essig und Billek sicher, werden nicht die letzten auf dem Schwabenhof gewesen sein.
Quelle Heilbronner Stimme vom 31. Januar 2008 von Heiko Fritze www.stimme.de
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